Frühzeit Neuer Markt

Mitte und Ende der 90er Jahre entwickelte sich die New Economy – gemeint sind damit Unternehmen, die sich mit Zukunftsbranchen wie Bio- und Informationstechnologie sowie Telekommunikation beschäftigen bzw. forschungsintensive Erzeugnisse produzieren – zu einem Geldanlage Magneten.

Grund hierfür waren zweifelsohne die vergleichsweise hohen Gewinnerwartungen, die sich aus der stetigen Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien ergaben bzw. die dies vermuten ließen. Hier sind nur als Beispiele die Verbreitung von Mobiltelefonen und die zunehmende Nutzung des Internets anzuführen.

Der beginnende Börsenboom

Neben den zahlreichen Neugründungen war ein steigendes Anlegerinteresse zu verzeichnen, auch im Hinblick auf den Börsengang der Deutschen Telekom, der mittels umfangreichen Werbefeldzugs das Interesse von Groß- aber vor allem Kleininvestoren weckte. Die Aktie als Geldanlage wurde für viele attraktiv und etliche Kleinanleger wollten nun via Aktienkauf ebenso an den zukunftsorientierten und vermeintlich wachstumsstarken Unternehmen der New Economy partizipieren, manche auch nur in Form von Daytrading um Tagesschwankungen zu nutzen. Die Nachfrage der Neuinvestoren nach Aktien und Aktienfonds in welche Sie ihr Geld anlegen konnten bescherte einer Vielzahl Unternehmen eine äußerst positive Börsenbewertung.

Auf der anderen Seite bot der Börsengang gerade neu gegründeten und jungen Firmen die Möglichkeit der Eigenkapitalbeschaffung und auch „traditionellere“ Unternehmen erwarben Dank Börsengang und Ausgabe von Aktien eine gewisse Liquidität, die nicht selten der Expansion, genauer dem Kauf börsennotierter Firmen, diente (Quelle: geld-anlegen.eu ). Nicht immer war diese Vorgehensweise profitabel.

Die Orientierung an Amerika

In diesem Zusammenhang ist die Einführung des Neuen Marktes durch die Deutsche Börse im Frühjahr 1997 zu erwähnen, dieses Börsensegment richtete sich an die Unternehmen der „Neuen Technologien“ (New Economy) und galt weithin als deutsches Pendant zur amerikanischen NASDAQ. Die ersten gehandelten Unternehmenswerte des Neuen Marktes waren Mobilcom und Bertrandt.

Alle Werte des Neuen Marktes spiegelte der Nemax wider, wegen der Einführung des Nemax 50 am 1. Juli 1999 war dann die Bezeichnung Nemax All Share üblich. Wie bereits erwähnt, umfasste der Nemax All Share oder auch Nemax AS sämtliche Titel des Neuen Marktes, indes wurden im Nemax 50 nur die 50 größten Werte geführt, maßgebend war dabei die Marktkapitalisierung – also der Börsenwert der Unternehmen.

Desweiteren wurden Investmentfonds aufgelegt, die sich auf die Gesellschaften des Neuen Marktes bzw. der New Economy spezialisierten. Wer nicht direkt in Aktien sondern lieber in Investmentfonds Geld anlegen wollte, der war mit diesen Neue Markt Fonds gut bedient. Auch in diese Investmentfonds wurde von Investoren viel Geld investiert. Hier diese Homepage besuchen und erfahren wie man sicher Geld investieren kann.